Musikalisches Schaffen (Kompositionsverfahren)

 

In den ersten Jahren seiner Kompositionstätigkeit schrieb Reimeir ohne Kenntnisse von Tonsatz, Formenlehre und Notenschrift. Das Ergebnis waren Rund 30 mehr oder weniger umfangreiche Stücke für Klavier, von denen keine Noten, sondern nur Audioaufnahmen existieren.

Als Reimeir sich die Notenschrift aneignete schrieb er eine 4-sätzige Sinfonie in Dis-Moll, die jedoch nicht dem typischen Sinfoniemodell entspricht. Hiervon existiert eine bisher unveröffentlichte Partitur.

Zu seiner ‚atonalen‘, ‚zeitgenössischen‘ bzw. ‚Gegenwartsmusik‘ komponiert Reimeir auch tonale Stücke im Stile der Klassik bis hin zur Spätromantik.

Im Rahmen des Mozartjahres 2006 komponierte Reimeir sein Werk „Replik für Orchester“, welches einen Bezug zu Mozart darstellen sollte. Er wandte hier erstmals ein mathematisches Verfahren an, um Formen und Motive zu konstruieren. Reimeir realisierte die Vorgabe dadurch, dass er das Wort „Mozart“ nach einem selbst konstruierten Algorithmus so modifizierte, dass daraus Motive entstanden, die er als Ausgangspunkt für die gesamte Komposition verwendete.

Nach seiner künstlerischen Ausbildung führte ihn sein Interesse, Musik mit Hilfe mathematischer Algorithmen zu erfassen, bzw. Computerprogramme in kreative Schaffensprozesse zu implementieren, an die technische Universität zurück, an der er im Rahmen von Informatikvorlesungen, Forschungen zur Realisierung dieser Vorhaben betrieb. (2006-2008, Stichwort: e-composing). Seit 2002 ist Reimeir auch am ZID (Zentraler Informatikdienst) der Universität Innsbruck tätig.

WERKVERZEICHNIS